Dein Website-Projekt bleibt liegen? Woran das liegt und was hilft

9. August 2026

Illustration: Eine Frau im roten Pullover pinnt eine Notiz mit der Aufschrift Website-Projekt an einen grossen Wandkalender. Der Hintergrund zeigt zarte Aquarellfarben in Rosa und Orange.

Meine To-do-Liste ist endlos. Ich bin sicher, du kennst das auch. Kaum ist ein Projekt fertig, steht schon das nächste an. Und dann passiert es, dass andere Dinge hinten runterfallen. Zum Beispiel die eigene Website.

Ich bin sicher, das kennst du auch. Obwohl die eigene Website unglaublich wichtig ist und das Herz deines Marketings ist, schieben wir sie immer wieder nach hinten. Stattdessen wächst das schlechte Gewissen. Und das raubt unglaublich viel Energie.

Deshalb möchte ich in diesem Artikel einmal darauf schauen, woran es liegt, dass wir unsere Website immer wieder nach hinten schieben. Und ich zeige dir verschiedene Möglichkeiten, wie du wieder ins Tun kommst und deine Website Schritt für Schritt voranbringst.

Eine neue Website steht bei vielen Selbstständigen ganz oben auf der Wunschliste. Und trotzdem bleibt sie oft lange liegen. Der Grund dafür ist häufig, dass sie sich wie ein riesiges Projekt anfühlt, bei dem man nicht weiss, wo man überhaupt anfangen soll.

Warum wir die Website immer wieder nach hinten schieben

Das Hauptproblem ist, dass sich das Ganze oft wie eine riesige Blackbox anfühlt.

Das habe ich bei einem Thema erlebt, das mit der Website nichts zu tun hat. Ich wollte schon seit zwei Jahren ein Winterquartier für meine Pflanzen bauen. Weil ich nicht genau wusste, wie, habe ich es immer wieder aufgeschoben. Nachdem ich es jetzt endlich erledigt habe, bin ich total happy und so froh, dass mir dieses Thema keine Energie mehr raubt.

Genau wie mir mit dem Winterquartier geht es vielen Interessentinnen, mit denen ich ein Erstgespräch führe, mit ihrer Website. Sie wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen und was da alles auf sie zukommt. Es fühlt sich an wie ein riesiger Berg, der im Nebel liegt, sodass man keinen Weg sieht. Das braucht enorm viel Energie. Und genau das verhindert, dass sie das Thema endlich angehen.

Illustration: Eine Frau steht auf einem Wanderweg und blickt auf einen Berg, dessen Gipfel in Wolken gehüllt ist. In den Wolken stehen die Begriffe Texte, Fotos, Struktur, Überarbeitung und Technik.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der fehlende Druck. Bei einem Kundenprojekt gibt es eine Deadline. Du hast jemanden, der auf deine Arbeit wartet und sich darauf verlässt, dass du es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig gemacht hast. Bei der eigenen Website fällt das komplett weg. Auch das ist ein Grund, dass sie immer wieder aufgeschoben wird. Unter dem Motto: Ich mache das morgen, nächste Woche. Und dann ist schon wieder ein halbes Jahr um. Oder ein Jahr.

Was dich das Aufschieben kostet

Das Verrückte ist: Auch wenn deine Website läuft, kostet es dich Geld, wenn du ihre Überarbeitung immer weiter hinausschiebst. Zumindest dann, wenn sie veraltete Informationen enthält oder einfach nicht mehr zu dir passt.

Das Hosting läuft weiter, Monat für Monat. Dazu kommen die Updates. Sie kosten dich Zeit und Energie. Oder Geld, wenn du sie abgibst.

Unter dem Strich hast du eine Website, die dich laufend Zeit oder Geld kostet, dir fürs Marketing aber nur wenig bringt.

So packst du dein Website-Projekt an

Die gute Nachricht: Du musst nicht den ganzen Berg auf einmal besteigen. Oft wirkt ein Website-Projekt nur deshalb so überwältigend, weil wir alles gleichzeitig sehen. Dabei gibt es verschiedene Wege, wie du anfangen kannst. Wichtig ist, dass du den Weg findest, der zu dir und deinem Alltag passt.

Zerlege das Projekt in kleine Schritte

Der Nebel lichtet sich oft schon, wenn du aus dem grossen «Ich muss meine ganze Website überarbeiten» einzelne kleine Aufgaben machst.

Nicht die ganze Website auf einmal. Sondern eine Seite. Einen Text. Einen Bereich.

So wird aus einem riesigen Projekt eine Reihe von kleinen Schritten. Und plötzlich siehst du wieder, wo du anfangen kannst und was als Nächstes dran ist.

Gib deiner Website einen festen Platz

Solange deine Website nur ein «Irgendwann mache ich das» bleibt, passiert meistens wenig. Dafür ist der Alltag einfach zu voll.

Plane dir deshalb bewusst Zeit dafür ein. So wie für einen Kundentermin. Vielleicht ist es eine feste Stunde pro Woche, in der du dich nur um deine Website kümmerst.

Setz dir eine echte Deadline

Bei der eigenen Website wartet leider niemand auf dich. Es gibt keinen Kunden, der nachfragt, ob du deine Arbeit schon erledigt hast.

Deshalb hilft es oft, dir selbst einen Termin zu setzen und ihn genauso ernst zu nehmen wie die Deadline in einem Kundenprojekt. Manchmal hilft es auch, jemandem davon zu erzählen. Denn sobald du es aussprichst, wird es verbindlicher.

Blocke dir eine Umsetzungswoche

Manche Menschen kommen besser voran, wenn sie sich komplett auf eine Sache konzentrieren können.

Wenn das besser zu dir passt, reserviere dir ein paar Tage oder gleich eine ganze Woche für deine Website. Keine Kundentermine. Keine anderen Projekte. Nur deine Website.

So musst du dich nicht jedes Mal wieder neu einfinden und kannst richtig ins Arbeiten kommen.

Kürze deine To-do-Liste radikal

Wenn deine To-do-Liste sowieso schon überquillt, bringt es oft wenig, einfach noch eine Aufgabe dazuzunehmen.

Ein Tipp von Claudia Kauscheder hilft dabei: Streiche radikal die Hälfte deiner Aufgaben. Zugegeben: Ich schaffe das selbst auch nicht immer. Aber schon ein paar gestrichene Punkte können unglaublich viel Luft schaffen.

Und genau diese Luft brauchst du, damit deine Website nicht immer weiter nach hinten rutscht.

Und wenn dir diese Tipps nicht helfen?

Manchmal helfen auch die besten Tipps nicht. Und wenn du merkst, dass du alleine einfach nicht weiterkommst, dann kann es sinnvoll sein, dir Unterstützung zu holen.

Manchmal reicht jemand an deiner Seite

Das muss nicht immer gleich bedeuten, dass jemand deine ganze Website übernimmt. Manchmal reicht es schon, wenn du jemanden an deiner Seite hast, den du fragen kannst und der dir punktuell weiterhilft.

Damit habe ich bei verschiedenen Kundinnen sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie haben ihre Website Schritt für Schritt überarbeitet, dabei viel gelernt.

Illustration: Zwei Frauen stehen auf einem Wanderweg am Fuss eines Berges. Eine trägt einen Rucksack und zeigt den Weg nach oben. Am Wegrand stehen Holzschilder mit den Begriffen Design, Texte, Fotos, Struktur und Technik.

Oder du gibst das Projekt ganz ab

Und dann gibt es natürlich auch die andere Seite: Du sagst ganz klar: «Ich kann und ich will mich damit eigentlich nicht mehr beschäftigen.»

Dann ist es sinnvoll, das Projekt abzugeben. Zum Beispiel an eine Webdesignerin wie mich.

Texte und Fotos bleiben deine Aufgabe

Was ich dir aber auch dann nicht abnehmen kann, sind die Texte und die Fotos. Und genau diese beiden Punkte sind es oft, die einen Website-Relaunch ausbremsen.

Natürlich gibt es dafür Unterstützung: Texterinnen, die dir bei deinen Inhalten helfen, und Fotografinnen, die dich und dein Angebot passend in Szene setzen. 

Am wichtigsten ist die Begleitung

Wichtig ist vor allem, dass du eine Begleitung hast. Jemand der dich durch den Prozess führt und mit dem du feste Termine vereinbarst, damit du dranbleibst.

Denn genau das verhindert, dass aus einem Website-Projekt ein sogenanntes Kaugummi-Projekt wird, wie es Gitte Härter immer genannt hat.

Diese Kaugummi-Projekte sind übrigens nicht nur für dich anstrengend. Auch für mich als Webdesignerin sind sie mühsam. Wenn zwischen den einzelnen Schritten immer wieder viele Wochen liegen, muss ich mich jedes Mal neu in das Projekt einarbeiten. Das kostet Zeit und Energie.

Trotzdem arbeite ich bewusst nicht mit einer fixen Deadline. Ich weiss, dass meine Kundinnen unterschiedlich viel Zeit brauchen und dass neben der Website auch noch ihr Business läuft.

Was wir aber immer vereinbaren, sind fixe Termine. Sie können auch einmal ein paar Wochen auseinanderliegen. Aber sie sind da. Und genau das hilft, dranzubleiben.

Und dann passiert oft etwas Schönes: Plötzlich ist die Website fertig.

Wie sich das anfühlen kann, beschreibt eine Kundin nach ihrem Website-Relaunch so:

Mit Claudia konnte ich wirklich entspannt eine neue Website aufsetzen. Zuerst hat sie mit Ollie ein WordPress Theme gefunden, dass meine Inhalte und auch mich perfekt in Szene setzt. Dann hat mich Claudia richtig gut durch den ganzen Prozess begleitet. So ein Relaunch ist wahrlich keine Kleinigkeit, denn in 13 Jahren hatte sich bei mir einiges angesammelt, das aufgeräumt werden wollte.

Was mir super gut gefiel: Die strukturierte und immer transparente Vorgehensweise, auch dass meine bisherigen Inhalte im neuen Theme schon platziert wurden, um mir das Weiterdenken und Texte neu schreiben zu erleichtern. Der Fortschritt verlief in meinem Tempo und meine Wünsche wurden alle schnell und fehlerfrei umgesetzt. Ich konnte leicht den Überblick behalten und fühlte mich immer gut betreut. Claudia versteht ihr Handwerk und hat einen tollen Blick fürs Design. Auch ihr Mitdenken und ihre Erfahrung halfen mir, fokussierte Entscheidungen für mehr Klarheit zu treffen.

Seit ich die neue Website habe, habe ich schon 3 Neukunden gewonnen. Total genial!

Ich bin rundum glücklich, dass ich jetzt eine so tolle neue Seite habe. 😊

Häufige Fragen

Wie viel Zeit brauche ich für einen Website-Relaunch?

Das ist von Projekt zu Projekt verschieden. Wichtig ist, dass du dir bewusst machst: Ein Website-Relaunch ist ein eigenes Projekt. Er läuft nicht einfach nebenbei.

Plane deshalb bewusst Zeit dafür ein und vereinbare mit dir selbst feste Termine.

Wo soll ich anfangen?

Am besten schaust du dir deine Website einmal ganz in Ruhe an. Lies deine Texte und spüre in dich hinein. Passen sie noch zu dir? Stimmen sie noch mit dem überein, was du heute anbietest?

Notiere dir alles, was dir auffällt, und schreibe daraus einen Plan. Den kannst du dann Schritt für Schritt abarbeiten. So wird aus dem grossen Projekt eine überschaubare Aufgabe.

Lohnt es sich, die Website-Texte schreiben zu lassen?

Wenn dir das Schreiben schwerfällt, dann: ja. Eine gute Texterin kostet zwar Geld, bringt aber auch viel Erfahrung mit.

Vor allem hilft sie dir, ins Ziel zu kommen. Denn wenn deine Website dadurch endlich fertig wird und du dadurch neue Kundinnen gewinnst lohnt es sich.

Brauche ich professionelle Fotos für meine Website?

Du brauchst qualitativ hochwertige Fotos, die zu dir und deinem Angebot passen. Ob sie von einer Fotografin stammen oder von jemandem aus deinem Bekanntenkreis gemacht wurden, ist dabei gar nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sie professionell wirken und dich authentisch zeigen.

Der Grund dafür ist einfach: Wenn jemand auf deine Website kommt, entsteht in den ersten Sekunden ein unbewusstes Gefühl. Gleich danach nimmt ein Besucher die Fotos wahr. Gute Bilder prägen deshalb den ersten Eindruck deiner Website ganz wesentlich.

Ich hoffe, du nimmst aus diesem Artikel vor allem eines mit: Einen Website-Relaunch anzugehen bedeutet nicht, alles auf einmal machen zu müssen.

Oft führt auch ein Weg mit vielen kleinen Schritten zum Ziel. Wichtig ist, dass du anfängst und dranbleibst.

Denn eine Website, die zu dir passt und dein Angebot zeigt, ist nicht einfach nur eine digitale Visitenkarte. Sie arbeitet für dich, auch wenn du gerade nicht am Computer sitzt. Während du mit dem Hund spazieren gehst, kochst oder dich um dein Business kümmerst, kann sie potenzielle Kundinnen informieren und einen ersten Eindruck von dir vermitteln.

Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt: Eigentlich möchte ich meine Website endlich angehen, aber alleine komme ich nicht richtig ins Tun. Genau dafür ist mein kostenloses Erstgespräch da. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und finden heraus, was der nächste sinnvolle Schritt ist.

Was denkst du? Ich freu mich auf deinen Kommentar. Vielen Dank für deine Unterstützung. 😘

Claudia Barfuss

Seit 25 Jahren begleite ich als Designerin mit Herz und einem Blick für kreative Lösungen Frauen dabei, ihre Website so zu gestalten, dass sie sich rundum stimmig anfühlt.

In meinen Blogartikeln teile ich erprobte Tipps aus meinem Arbeitsalltag – für alle, die ihre Website klar und strukturiert aufbauen und dabei einen Auftritt schaffen möchten, der sich wirklich nach ihnen anfühlt.

Porträtfoto von Claudia Barfuss, Webdesignerin für selbstständige Frauen sitzend, mit einem silbernen Tablet in der Hand