Webhosting ist ein Thema, das viele meiner Kundinnen am liebsten einfach “erledigt” hätten. Es lohnt sich aber sich damit zu beschäftigen. Denn neben der Technik deiner Website spielt der Hoster eine wichtige Rolle. Er sorgt dafür, dass deine Website gut erreichbar ist.
Was macht ein Hoster eigentlich?
Du kennst sicher Dienste wie die Dropbox, um Dokumente oder Fotos zu speichern. Auch deine Website braucht so einen Platz.

Sie besteht aus vielen Daten wie Texten, Bildern und Programmcode. Wenn diese Daten nur auf deinem Computer liegen würden, könnte sie niemand ausser dir ansehen.
Ein Hoster bietet deiner Website ein Zuhause auf einem Server. Er stellt diesen Speicherplatz bereit und sorgt dafür, dass deine Daten dort sicher liegen und rund um die Uhr für alle erreichbar sind.
Wenn du deine Website mit einem Baukastensystem erstellst, ist dieser Platz meistens schon dabei. Wenn du aber ein System wie WordPress (ein sogenanntes CMS) nutzt, suchst du dir einen eigenen Hoster. Dadurch hast du den grossen Vorteil, dass du die volle Kontrolle über deine Daten behältst und bei Bedarf jederzeit den Anbieter wechseln kannst.
Was du in diesem Artikel erfährst:
- Ein Beispiel aus der Praxis: Warum es sich lohnt, bei der Wahl des Hosters genau hinzuschauen.
- Was wichtig ist: Eine kleine Checkliste zu Standort, Technik und Support.
- Die Unterschiede: Was Shared Hosting und Managed Hosting bedeuten.
- Meine Erfahrung: Warum ich seit Jahren denselben Schweizer Anbieter nutze.
Warum die Wahl des Hosters wirklich wichtig ist
Dass die technische Basis unseres digitalen Zuhauses keine reine Formsache ist, hat der massive Ausfall beim Schweizer Anbieter Webland Ende 2025 gezeigt.
Websites waren über Tage nicht erreichbar, E-Mails verschwanden. Da merkt man erst, wie verletzlich unser Business im Hintergrund ist.
Dieser Vorfall hat schmerzhaft gezeigt, wie abhängig wir von der Technik im Hintergrund sind. Es ist eben nicht „egal“, wo die Website liegt. Wenn der Hoster keine funktionierenden Backups hat oder die Infrastruktur veraltet ist, steht dein Business im schlimmsten Fall für Wochen still.
Es gibt ein paar Punkte, die dir im Alltag Sicherheit und Gelassenheit geben. Wenn du verschiedene Webhosting-Angebote vergleichst, sind diese Kriterien wichtiger als der reine Preis:
- Der Serverstandort Schweiz: Deine Daten sollten hier bleiben – das ist nicht nur eine Frage des Datenschutzes, sondern auch der Geschwindigkeit. Je kürzer der Weg deiner Website zu deinen Besucherinnen, desto schneller lädt sie. Das ist ein echtes Ranking-Signal für Google.
- Moderne Technik im Hintergrund: Achte auf NVMe-Speicher. Das ist der aktuelle Standard und sorgt für flotte Ladezeiten. Beim Arbeitsspeicher brauchst du mindestens 256 MB, besser 512 MB. So läuft dein System auch stabil, wenn du Updates einspielen lässt oder mehr Besucherinnen gleichzeitig auf deiner Website sind.
- Sicherheit als Standard: Ein kostenloses SSL-Zertifikat (das Schloss-Symbol im Browser) sollte selbstverständlich sein. Genauso wichtig sind tägliche, automatische Backups. Stell dir vor, dein Hoster macht jeden Tag eine Kopie deiner Website – so kannst du im Notfall immer zurückgreifen.
- Ein Support, der dich versteht: Wenn etwas nicht läuft, brauchst du Menschen am anderen Ende der Leitung, die deine Sprache sprechen. Nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Das ist Gold wert.
- Mindestens zwei Datenbanken: Mit zwei Datenbanken kannst du eine Kopie deiner Website zu Testzwecken erstellen, ohne deine Live-Seite anzutasten. Das gibt dir Freiheit zum Experimentieren.
- Gute Nachbarschaft auf dem Server: Ein seriöser Hoster achtet darauf, dass deine Website nicht neben unsauberen Seiten steht. Das schützt deinen Ruf bei Google und bei deinen Besucherinnen.
Shared Hosting, vServer oder Dedicated Server: Welche Hoster-Lösung passt zu dir?
Shared Hosting – die bewährte Wohngemeinschaft
Beim Shared Hosting teilst du dir den Server mit anderen Websites. Das klingt erst mal nach Kompromiss, ist aber tatsächlich eine sehr verlässliche und kostengünstige Lösung. Für die meisten Solo-Selbstständigen völlig ausreichend.
Es ist wie eine Wohngemeinschaft: Man teilt sich die Ressourcen, was den Preis für alle niedrig hält. Solange der Hoster auf gute Nachbarschaft achtet, ist das ein wunderbares Arrangement.


vServer (VPS) – die eigene Wohnung im Mehrfamilienhaus
Ein vServer ist ein virtuell abgetrennter Bereich auf einem grossen Server. Du hast fest zugewiesene Ressourcen, die dir allein gehören. Das bietet mehr Stabilität, wenn plötzlich sehr viele Besucherinnen auf deiner Website sind.
Der Preis ist höher, und die Verwaltung erfordert etwas mehr technisches Wissen. Für die meisten Selbstständigen ist das Overkill – es sei denn, deine Website wächst wirklich stark.
Dedicated Server – das eigene Haus
Hier gehört der ganze physische Server nur dir. Maximale Freiheit, maximale Leistung. Aber auch maximale Kosten und Komplexität.
Für Solo-Selbstständige ist das meist völlig überdimensioniert. Es ist, als würdest du ein ganzes Schloss allein bewohnen, obwohl du eigentlich nur ein gemütliches Büro brauchst.

Ein Wort zu “Managed WordPress Hosting”
Manchmal stolperst du über spezielle “Managed”-Angebote. Hier übernimmt der Anbieter alle technischen Updates und Wartungsarbeiten für dich. Das klingt bequem – und ist es auch. Aber es kostet deutlich mehr und ist für deinen Business-Alltag meist nicht nötig.
Nachhaltiges Webhosting: Warum Ökologie beim Hoster eine Rolle spielt
Ein Thema, das mir persönlich sehr wichtig ist, ist die Herkunft des Stroms für mein Webhosting. Jede Anfrage bei Google und jeder Besuch auf deiner Website kostet Energie – das vergisst man im digitalen Alltag leicht.
Server laufen rund um die Uhr. Sie brauchen Strom für den Betrieb selbst und zusätzlich für die Kühlung der Rechenzentren. Und das nicht wenig. Deshalb finde ich es wichtig, einen Hoster zu wählen, der hier Verantwortung übernimmt. Mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass mein Business auf einer Infrastruktur läuft, die mit erneuerbaren Energien betrieben wird.
Nachhaltigkeit beim Webhosting bedeutet für mich konkret:
- Strom aus erneuerbaren Quellen: Der Hoster nutzt für seine Server zertifizierten Naturstrom.
- Effiziente Infrastruktur: Moderne Technik wird so eingesetzt, dass sie weniger Energie verbraucht. Gute Hoster investieren hier kontinuierlich.
- Regionale Verantwortung: Ein Schweizer Hoster, der lokal investiert und kurze Wege fördert. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Daten.
Meine Empfehlung für Webhosting in der Schweiz: Warum ich auf Cyon vertraue
Ich werde oft gefragt, bei welchem Hoster ich selbst bin. Seit 10 Jahren ist das die Basler Firma Cyon.
Hier sind die Gründe, warum ich Cyon für Solo-Selbstständige empfehle:
1. Verlässlichkeit durch dreifache Sicherheit
Cyon speichert deine Daten nicht auf einer einzelnen Festplatte. Jede Datei wird gleichzeitig auf drei verschiedene Laufwerke kopiert. Falls etwas ausfällt, merkst du davon nichts – das System übernimmt einfach. Das ist die Art von Sicherheit, die uns nachts ruhig schlafen lässt.
2. Geschwindigkeit, die man spürt
Der Hoster nutzt konsequent modernste Technik (NVMe-Speicher), die deutlich schneller reagiert als herkömmliche Systeme. Besonders wenn du WordPress nutzt, wirst du merken, dass alles flüssiger läuft. Für deine Besucher bedeutet das: Deine Seite lädt zügig, was heute für einen professionellen Eindruck einfach dazugehört.
3. Ein Support aus Fleisch und Blut
In Basel arbeiten über 40 Expertinnen und Experten im Support. Dass der Support bei Cyon wirklich Gold wert ist, habe ich vor einigen Jahren selbst erlebt. Nach einem Relaunch meiner Website ging plötzlich nichts mehr. Ein Plugin hatte im Hintergrund noch eine Verbindung zur alten Website. Als ich die alte Seite löschte, fehlte der neuen Seite plötzlich eine Datei. Das ganze System brach zusammen.
Ich war gestresst, aber der Support in Basel blieb ruhig. Wir haben zuerst die Website wieder hergestellt und dann über eine Woche lang gemeinsam nach der Ursache gesucht. Die Experten haben Zeit investiert und mich geduldig unterstützt, bis wir diese versteckte Abhängigkeit gefunden hatten.
Das Beste daran: Diese intensive Hilfe hat mich keinen Rappen gekostet. Das ist heute selten. In einer Welt von anonymen Chatbots ist diese menschliche Begleitung unbezahlbar.
4.Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit
Mir gefällt an Cyon die Grundhaltung des Unternehmens. Statt teure Lizenzen bei Grosskonzernen zu kaufen, setzt Cyon auf Open-Source-Lösungen. Das Geld, das sie damit sparen, fliesst direkt in bessere Hardware und in den Standort Schweiz.
Die Server laufen in Basel zu 100 % mit regionalem Ökostrom. Dein digitales Zuhause ist dort also auch nachhaltig.
5. Gute Nachbarschaft ist inklusive Cyon sorgt dafür, dass die einzelnen Kundenkonten strikt voneinander isoliert sind. Wenn ein “Nachbar” auf dem Server einmal sehr viel Last erzeugt, bleibt deine Website davon unberührt und sicher.
Welches Hosting-Paket ist das richtige für dich?
Bei Cyon gibt es verschiedene Tarife. Am Anfang wirkt das etwas unübersichtlich. Aber wenn du Solo-Selbstständige bist oder eine klassische Business-Website betreibst dann habe ich eine klare Empfehlung für dich.

Meine Empfehlung: Das Hosting-Paket „Single”
Dieses Paket ist für die meisten meiner Kundinnen genau das richtige.
Es hat alles, was wir besprochen haben:
- Genügend Speicherplatz auf schnellen NVMe-Disks.
- Die Sicherheit der dreifachen Datenkopie.
- Mehrere Datenbanken, falls du mal eine Testumgebung brauchst.
- Kostenlose SSL-Zertifikate für eine sichere Verbindung.
Es ist eine solide Basis, die mit deinem Business mitwächst. Solltest du später deutlich mehr Leistung brauchen, ist ein Wechsel in ein grösseres Paket unkompliziert möglich.
Hier kannst du dir die Pakete bei Cyon in Ruhe ansehen. Das ist ein Affiliate-Link, das heisst ich bekomme eine kleine Provision, wenn du über diesen Link buchst. Du bezahlst nicht mehr.
Häufige Fragen zum Webhosting
Muss ich technisch versiert sein, um mein Webhosting zu verwalten?
Nein, das musst du nicht. Ein guter Hoster bietet dir eine übersichtliche Oberfläche, auf der du dich gut zurechtfindest. Es reicht völlig aus, wenn du weisst, wo du die wichtigsten Dinge findest.
Kann ich meinen Hoster später noch wechseln?
Ja, das ist jederzeit möglich. Wenn du die Kontrolle über deine Daten hast, kannst du mit deiner Website zu einem anderen Anbieter umziehen. Das ist einer der grossen Vorteile eines eigenen Hostings: Du bleibst flexibel und unabhängig.
Was passiert, wenn ich mal nicht weiterkomme?
Dann brauchst du einen Menschen am anderen Ende – keinen KI-Chatbot. Jemanden, der dir in deiner Sprache hilft, ohne Fachjargon. In solchen Momenten ist ein greifbarer Support wichtig. Du darfst und solltest dir jederzeit Unterstützung holen können.
Soll ich meine E-Mails beim gleichen Hoster haben wie meine Website?
Das ist der übliche Weg, weil es am einfachsten einzurichten ist. Es hat jedoch einen Haken: Wenn dein Hoster ein massives technisches Problem hat, fallen meistens die Website und die E-Mails gleichzeitig aus. In Krisenmomenten ist das besonders schwierig, weil du dann auch nicht per Mail über den Stand der Dinge informiert werden kannst.
Es kann daher eine Überlegung wert sein, die E-Mails bei einem anderen, ebenfalls datenschutzkonformen Anbieter in der Schweiz oder Europa zu führen. So bleibt dein wichtigster Kommunikationskanal offen, selbst wenn die Website einmal nicht erreichbar sein sollte.
Fazit: Warum ein guter Hoster im Alltag den Rücken freihält
Am Ende ist ein gutes Webhosting wie ein verlässliches Werkzeug: Wenn du es einmal sorgfältig ausgesucht hast, läuft es einfach stabil im Hintergrund.
Such dir einen Hoster, dem du vertraust. Einen, bei dem echte Menschen am anderen Ende der Leitung sitzen. Einer, der seine Verantwortung ernst nimmt – für deine Daten, für die Geschwindigkeit deiner Website, für die Umwelt.
Mit einem soliden Hoster wie Cyon läuft dein Business im Hintergrund zuverlässig. Du kannst dich auf das konzentrieren, was du wirklich liebst: deine Kundinnen, deine Arbeit, dein Business.





