März 3

Jimdo vs. WordPress

März 3, 2022


Was ist für dich besser geeignet?

Gerade wenn du vor der Herausforderung stehst deine erste Website zu erstellen, dann ist es verlockend diese mit Jimdo oder Wix zu erstellen.

Denn dort wird dir suggeriert, dass es ganz einfach und schnell erledigt ist.

Aber so simpel ist es nicht. Wie so oft.

Bevor du dich fragst, ob für dich WordPress geeigneter ist oder Jimdo, solltest du dir Gedanken machen, was deine Website leisten muss.

Ich nutze hier Jimdo und WordPress, stellvertretend für andere Baukastensysteme und CMS (Content Management Sytem). Mit WordPress meine ich wordpress.org (nicht wordpress.com).

Sehen wir uns als Erstes an, was deine Website für dich tun soll.

Anforderungen an die Website

Nimm ein Blatt Papier und einen Stift und beantworte folgende Fragen:

  • Willst du einfach eine Visitenkarte im Netz?
  • Soll die Website deine Marketingschaltzentrale werden? Das heisst, willst du bloggen, einen Newsletter herausgeben und Ähnliches?
  • Wie soll deine Website in 2, 3 oder 5 Jahren sein?
  • Legst du Wert darauf, deine Website ganz individuell gestalten und ausbauen zu können?
  • Willst du einfach und schnell loslegen, ohne dich um die Technik zu kümmern und ohne Unterstützung?
  • Ist dir Unabhängigkeit wichtig?

Es lohnt sich, diese Fragen gründlich zu überdenken und die Antworten aufzuschreiben. Denn sie helfen dir jetzt zu entscheiden, welches System für dich besser geeignet ist.

Jimdo - Die Baukastenwebsite

Die Vorteile – Die meiste Technik wird vom Anbieter übernommen

  • Mit einer Baukastenwebsite musst du dich (fast) nicht um die Technik kümmern. Du bekommst viele Designs zur Auswahl und kannst dich voll auf deine Inhalte konzentrieren.
  • Jimdo ermöglicht dir die Website einfach und ohne HTML/CSS-Kenntnisse zu erstellen. Du hast viele Vorlagen, die du nutzen kannst.
  • Bei einem Baukastensystem gibt es keine lästigen Updates, die du jede Woche einspielen musst, das alles übernimmt der Anbieter (gegen entsprechende Gebühr oder Werbung auf deiner Website).
  • Du benötigst auch keinen Hoster und musst dich nicht um die Datenbank kümmern. Auch das wird durch den Anbieter erledigt.
  • Du hast also kaum mit der Technik zu tun.

Die Nachteile -Du bist abhängig von dem Anbieter

  • Für mich ist der grösste Nachteil, dass du von dem Anbieter abhängig bist. Gibt es ihn morgen nicht mehr, dann hast du deine Website verloren.
  • Nicht nur das, es lohnt sich, die AGB genau zu lesen. Kann der Anbieter einfach deine Seite löschen oder ändern, wenn ihm etwas nicht passt? Du «baust» auf gemietetem Boden.
  • Bei Jimdo (und anderen Systemen) kannst du deine Website nicht direkt exportieren und somit auf deinem PC sichern. Das ist lediglich mit einem Workaround (Notlösung) möglich.
  • Die Jimdo-Website ist nur beschränkt ausbaufähig. Sobald du Dinge stärker individualisieren willst, stösst du an Grenzen. Einiges ist für Profis, die sich mit HTML und CSS auskennen, auch dann noch anpassbar. Allerdings ist damit der Vorteil, dass du keine Technikkenntnisse benötigst, wieder aufgehoben.
  • Es gibt eine grosse, aber doch beschränkte Auswahl an Designs. Neue Trends werden auch nicht sofort umgesetzt.
  • Natürlich kann man auch mit Jimdo die Website für Suchmaschinen optimieren. Allerdings ist nicht alles möglich. Je nach Version von Jimdo hat man mehr oder weniger Einfluss.

WordPress.org – Das Content Management System (CMS)

Die Vorteile

  • Ein CMS, wie zum Beispiel WordPress.org, bietet dir die Freiheit eine Website ganz nach deinen Wünschen zu erstellen und bei Bedarf zu erweitern.
  • Du hast die volle Kontrolle über deine Texte und Bilder und kannst jederzeit die ganze Website sichern.
  • Mit WordPress bist du auch für die Zukunft bestens gerüstet, da es für fast jeden Zweck genutzt werden kann. Egal, ob du Onlinekurse anbieten willst oder einen Mitgliederbereich aufsetzen. WordPress setzt dir (fast) keine Grenzen.
  • Du bist frei in der Wahl des Designs und kannst deine Website jederzeit ganz individuell gestalten. Es gibt unendlich viele Themes (Designs) und Plugins (Erweiterungen). Viele sind kostenlos verfügbar.
  • Wenn du bloggen willst, empfehle ich dir auf jeden Fall WordPress. Denn da gibt es mehr Möglichkeiten als bei Jimdo.
  • Mit den entsprechenden Plugins (Erweiterungen) und Kenntnissen kannst du die Website perfekt für die Suchmaschinen optimieren.

Die Nachteile - Du bist für alles verantwortlich

  • Auch dieses System hat natürlich seine Nachteile. Da du die Website selbst bei einem Hoster einrichten musst, bist du für die ganze Technik zuständig.
  • Du bist verantwortlich, dass die Sicherheitsupdates immer gemacht werden, du richtest die Datenbank ein oder du beauftragst jemanden, der das für dich macht.
  • Zudem ist es ein wenig schwieriger, die Seiten zu gestalten. Dieser Nachteil wird allerdings immer geringer. Es gibt sogenannte Page Builder wie Elementor* oder Thrive Architect*, die es sehr einfach machen deine Website zu bearbeiten.
  • Trotzdem musst dir klar sein, dass du dich entweder richtig reinknien musst, um mit WordPress eine Website zu erstellen oder du buchst einen Onlinekurs.
  • Eine weitere Variante wäre es, eine Webdesignerin zu beauftragen. Die kann die ganze Website für dich erstellen oder dir punktuell zur Seite stehen, wenn du feststeckst.

Was ist jetzt besser? Jimdo oder WordPress?

Das kannst nur du entscheiden. Nimm deine Liste zur Hand, die du am Anfang dieses Blogartikels geschrieben hast.

Vergleich sie mit den Vor- und Nachteilen, die ich beschrieben habe. Dann solltest du schnell sehen, was für dich besser geeignet ist.

Meine eigenen Erfahrungen

Ich bin nun seit über 20Jahren als Webdesignerin unterwegs. In dieser Zeit habe ich selber Websites «programmiert», mit YAML, verschiedenen CMS und Baukästen gearbeitet.

2016 habe ich mich für WordPress entschieden und es nie bereut. Meine Website ist mein wichtigster Marketingkanal. Meine Schaltzentrale.

Deshalb ist es mir wichtig, dass ich alleine darüber entscheiden kann. Dass ich völlig unabhängig bin. Und dass ich sie jederzeit so ausbauen kann, wie ich es will und brauche.

Von Jimdo auf WordPress wechseln

Es ist natürlich möglich, von Jimdo auf WordPress zu wechseln. Allerdings geht das nur manuell. Das heisst, du musst deine Texte und Bilder sichern und dann mit WordPress die Website neu aufbauen.

Dann kannst du die Texte und Bilder dort einfügen.

Jetzt bin ich gespannt: Bist du Team WordPress (CMS) oder Team Jimdo (Baukasten)? Schreib doch in die Kommentare.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich ein kleines Geschenk. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Claudia Barfuss - Website-Mentorin

Über mich

Ich helfe dir, wenn du eine Website willst, die du begeistert zeigst, weil sie DICH zeigt.

Gemeinsam erarbeiten wir ein klares Konzept für deine Website und ich unterstütze dich dabei, deine Website ganz entspannt umzusetzen.

Claudia Barfuss

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  1. Ich bin bei WordPress. Und es stimmt – am Anfang ist es aufwändig bis alles steht. Doch jetzt komme ich gut zurecht. Und wenn's klemmt ist Claudia schnell für mich da.

  2. Ich habe mich für WIX entschieden und bin bisher sehr zufrieden. Auch als es Probleme gab, war gleich ein Team da und hat mir geholfen. das hätte ich bei Word Press in der Art nicht. Ausserdem fehlt mir die Zeit mich ganz in ein anderes System einzuarbeiten. SEO klappt ganz gut. Ob das später alles auch noch ok ist, weiss ich natürlich jetzt nicht, aber bisher bin ich sehr zufrieden.
    Liebe Grüße
    Claudia

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