Ratgeber Website-Planung

So planst du deine erfolgreiche Website in 7 Schritten

In minutenschnelle hast du deine eigene Website erstellt! Kürzlich habe ich diese Werbung eines Homepage-Baukasten-Anbieters gesehen.

Da sehe ich jeweils rot! Nicht, weil ich Angst habe Kunden zu verlieren. Mich ärgert, dass hier suggeriert wird, dass mit ein paar Klicks eine Website erstellt werden kann, die dir Kunden bringt.

Wenn du aus Spass an der Technik oder für dein Hobby eine Website bauen willst, dann ist das okay. Wenn du aber mit deiner Website neue Kunden gewinnen willst, dann ist das schlicht und einfach falsch.

Mit einem Konzept ordnest du vorher deine Gedanken. Du gehst systematisch vor und sparst dir so manchen Umweg.

Der Einsatz lohnt sich doppelt, denn du gewinnst damit auch zusätzliche Klarheit über dein Business.

Wie erstellst du ein Konzept für deine Website?

Du brauchst für ein Konzept Zeit und manchmal kann es frustrierend sein, nicht einfach loszulegen. Aber es ist wichtig, dass du dir diese Zeit nimmst.

Du würdest auch kein Haus bauen (lassen) ohne einen Plan. Und das nicht nur, weil du eine Baueingabe bei der Gemeinde machen musst.

Ziele festlegen

Wenn du einen Wanderritt oder eine mehrtägige Wanderung mit deinem Hund planst, dann legst du als Erstes das Ziel fest. Das ist selbstverständlich, denn du musst ja wissen, wohin die Reise geht.

Aber mit der Website wird oft gestartet, ohne, dass das Ziel klar ist! Obwohl es hier darum geht, neue Kunden zu gewinnen.

Ziele für deine Website können sein:

  • Mehr Kunden gewinnen (ein sehr häufiges Ziel)
  • Informieren (weniger Anfragen per Telefon oder Mail)
  • Unterhalten

Welches ist für dich das relevanteste?

Wen willst du mit deiner Homepage erreichen?

Welche Menschen willst du mit deiner Website ansprechen? Auch hier gilt es wieder so konkret wie möglich zu werden. Denn wenn du mit deinem Angebot alle ansprichst, wirst du (fast) niemanden erreichen.

Gibt es eine bestimmte Berufsgruppe, für die dein Angebot optimal ist? Oder sprichst du Mütter mit kleinen Kindern an?

Wer sind die Menschen, denen dein Angebot am meisten nützt?

Brainstorming

Alles ist erlaubt. Jeder noch so «absurde» Gedanke darf im Brainstorming sein. Ich gebe zu, das fällt mir immer schwer. Ich denke sofort, das geht doch nicht. Aber es ist wichtig, dass du hier alle Gedanken zulässt. Oft entwickelt sich aus verrückten Gedanken etwas ganz Tolles.

Ideen sammeln

In einem ersten Schritt sammelst du alle Ideen zu deiner Website. Plane für diesen Schritt genügend Zeit ein.

Du kannst durchs Netz surfen und Websites, die du interessant findest, abspeichern.

Du notierst dir alle deine Ideen und Gedanken zu der Website auf einem Blatt Papier oder Post-its. Die sind fast noch idealer, da du sie nachher herumschieben kannst.

Denk daran bei diesem Schritt gibt es kein «Das geht doch nicht». Schreibe alles auf. Ausgesiebt wird nachher.

Ideen sortieren

Du hast alle Ideen und Gedanken notiert? Dann kannst du damit beginnen deine Notizen zu sortieren.

Als Erstes erstellst du zwei «Haufen». Einen in den alle Notizen kommen, die unbedingt umgesetzt werden müssen. Den Zweiten nenne ich «Nice to have».

Im nächsten Schritt konzentrierst du dich auf die Notizen im ersten Stapel.

Sortiere die Post-its in Design (Farben, Schriften, Struktur etc.), Inhalte (Texte, Bilder, Audios, Videos) und Technik (Funktionen wie «Teilen-Buttons», Shop oder «hereinfliegende Elemente» etc.).

Ein Moodboard erstellen

Der nächste Schritt wird dir grossen Spass machen. Du darfst ein Moodboard erstellen, eine Art Fotocollage. Damit legst du das Look&Feel deiner Website fest, also das Gefühl, dass deine Website beim Besucher auslöst.

Du findest so heraus, welche Farben und Schriften auf deiner Website eingesetzt werden sollen. Die Bildsprache und der Stil werden herausgearbeitet.

Wie du das Moodboard genau erstellst, zeige ich dir im Blogartikel: Mit einem Moodboard deine Traum-Website visualisieren

So planst du deine erfolgreiche Website

PIN IT

Die Navigation (Website-Struktur) erstellen

Verschaff dir als Erstes einen Überblick, welche Inhalte unbedingt auf deine Website müssen. Dank deiner Vorarbeit findest du diese Inhalte im entsprechenden Stapel deiner Ideen-Notizen.

Nicht alle Tätigkeiten, die du ausführen kannst, sollen auf die Website!

Es ist wichtig, dass du dir genau überlegst was dein Hauptangebot ist. Das stellst du in den Vordergrund.

Du willst als Profi in deinem Bereich wahrgenommen werden. Ein Profi ist in einem Bereich richtig gut. Dieses Angebot soll auf deiner Website hervorstechen.

Wie ich eine Navigationsstruktur genau ausarbeite, erfährst du detailliert in dem Artikel: Eine gute Struktur hilft deinen Besuchern und Google.

Die Homepage entwerfen

Die Startseite soll neuen Besuchern sofort zeigen worum es auf deiner Website geht. Finden sie hier Antworten auf ihre Fragen?

Wer im Internet sucht, hat in der Regel eine Frage oder will sich zu einem bestimmten Thema informieren.

Überleg dir wie du vorgehst. Nehmen wir an, du suchst nach einem Hundetrainer im Fricktal. Du gibst im Suchschlitz etwas Ähnliches wie «Hundetrainer Fricktal» ein. Danach siehst du diese Ergebnisse:

Suchergebnisse

Du klickst auf dasjenige, dass dich am meisten anspricht. Danach entscheidest du in Sekunden, ob die Website das ist, was du suchst.

In diesen Sekunden muss die Website überzeugen. Du musst dich davon angesprochen fühlen. Sonst bist du mit einem Klick zurück in den Suchergebnissen und klickst auf das nächste Ergebnis.

Auf was es bei der Startseite ankommt, erfährst du in diesem Blogartikel: Überzeugt deine Homepage in 3 Sekunden?

Restliche Inhalte grob definieren

Jetzt geht es daran die Inhalte der restlichen Seiten grob mit Inhalten zu füllen. Du hast bereits die Struktur erstellt und weisst welche Inhalte du noch brauchst.

Das sind sicher:

  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Angebote
  • Über mich

Kontakt: Willst du ein Kontaktformular anbieten oder nur eine E-Mail-Adresse? Oder willst du am liebsten per Telefon kontaktiert werden?

Sollen Öffnungszeiten auf diese Seite?

Impressum/Datenschutz: Wie sind die rechtlichen Vorgaben (DSGVO)? Kannst du einen Generator nutzen oder brauchst du einen Rechtsanwalt?

Angebote: Diese Seiten müssen sehr individuell auf deine Angebote abgestimmt werden. Trotzdem empfiehlt es sich eine Struktur zu entwickeln und die dann auf allen Angebots-Seiten durchzuziehen.

Über mich: Das ist erfahrungsgemäss eine Seite, die vielen schwerfällt. Viele Tipps dazu findest du hier: Tipps für deine Über mich Seite

Wow! Ich gratuliere dir, wenn du bis hier durchgehalten hast. Mit diesen Schritten hast du ein Konzept für deine Website erstellt und kannst nun loslegen.

Du willst mit deiner #Website Kunden gewinnen? Dann ist das Konzept der wichtigste Schritt.

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Ich fasse die Schritte nochmals kurz zusammen:

  1. Ziele festlegen
  2. Wen willst du mit deiner Homepage erreichen?
  3. Brainstorming
  4. Ein Moodboard erstellen
  5. Die Navigation erstellen
  6. Deine Homepage entwerfen
  7. Die restlichen Inhalte grob definieren

Viel Spass, wenn du deine Website planst.

Hoi, ich bin Claudia Barfuss

Gemeinsam mit meinen Kundinnen baue ich eine Website mit der sie sich rundum wohlfühlen und neue Kunden anziehen. 

Wir bändigen die Technik und gestalten die Website so, dass sie online durchstarten können.

Mehr von mir findest du auf:

Claudia Barfuss mit Hund und Katzen

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