Oktober 15

Eyecatcher-Fotos: Einsatz und Tipps für die Website

Oktober 15, 2020


Artikel vom Mai 2018, komplett überarbeitet

Gleich nach der Geburt beginnen wir damit uns die Gesichter zu merken und schon nach 9 Monaten sind wir darin sehr gut. Ich finde das faszinierend.

Das gelingt uns, da es in unserem Gehirn mehrere Bereiche gibt, die für die Erkennung von Gesichtern und Emotionen zuständig sind. Wenn wir einem Menschen gegenüberstehen, können wir in seinem Gesicht blitzschnell die Emotionen erkennen. Das klappt nicht nur bei realen Menschen, sondern auch bei Fotos oder auf Websites.

Bilder sind wichtiger als Text

Warum ist das so? Denn eigentlich sind Buchstaben auch eine Art Bild. Allerdings muss unser Gehirn aus Buchstaben erst Wörter und dann Sätze bilden, bevor wir sie verstehen.

Während Bilder oder auch Icons blitzartige verstanden werden.

Wenn man an die Höhlenmalereien denkt, wird das auch schnell verständlich. Damals wurden Geschichten mit Bildern erzählt. Unser Gehirn ist seit Urzeiten darauf trainiert Bilder zu entschlüsseln.

Die Schrift kam erst später dazu. Und sie ist für das Gehirn nicht sehr bequem. Denn es muss viel Arbeit leisten, um Texte zu verstehen.

Aus diesem Grund kommt den Fotos auf der Website eine spezielle Bedeutung zu. Sie sind ein Blickfang, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ganz besonders gilt das für Fotos auf denen Gesichter abgebildet sind.

Gesichter (auch auf Fotos) übertragen Emotionen.

Das geht so weit, dass wir der Blickrichtung der Augen auf dem Foto mit unseren Blicken folgen.

Wie immer kannst du diesen Effekt ganz leicht an dir selbst testen. Besuche verschiedene Websites und schau was Gesichter bei dir auslösen, ob sie deinen Blick auf sich lenken.

Dein Gesicht als Blickfang

Wie du weisst, wenn du hier schon länger mitliest, finde ich, dass ein Foto von dir auf die Startseite gehört. Und zwar sehr prominent ganz oben in den Kopfbereich. So, dass jeder Besucher dich auf den ersten Blick sieht.

Eyecatcher-Blickfang Fotos auf der Website

PIN IT

Auf diesem Bild solltest du als sympathisch empfunden werden. Mit einem Lächeln, dass die Besucher in eine zufriedene Stimmung versetzt. So wird deine Website mit positiven Emotionen verbunden.

Es ist klar, nicht jeder wird dich sympathisch finden. Aber das ist auch so, wenn du Menschen auf einer Konferenz oder einer Weiterbildung begegnest. Das ist nicht schlimm, denn du willst ja auch deine Wunschkunden ansprechen und nicht jeden Besucher.

Wichtige Informationen in Blickrichtung präsentieren

Da unser Blick von Gesichtern magisch angezogen wird, empfiehlt es sich wichtige Informationen in der Nähe zu platzieren.

Nehmen wir an du möchtest, dass sich die Besucher in deinen Newsletter eintragen. Dann solltest du den Button (Call to Action) in der Nähe des Gesichts präsentieren. Ideal ist, wenn auch die Blickrichtung zu deinem Button geht.

Je nach Situation ist auch ein Foto auf dem du auf den Button zeigst sehr gut. Denn mehr Aufmerksamkeit geht fast nicht.

Blickrichtung nach Innen

Wie du mittlerweile weisst, wird unser Blick von der Blickrichtung der Person auf dem Bildschirm bestimmt. Deshalb ist es so wichtig, dass diese Person in die Website schaut und nicht auf den Rand des Bildschirms. Sonst führt sie deinen Blick weg von den Inhalten. Und das willst du bestimmt nicht.

Blickrichtung von links nach rechts

Hier bei uns wird von links nach rechts geschrieben. Deshalb sind wir diese Blickrichtung gewohnt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch diese wichtigen Fotos so aufzubauen, dass wir unsere gewohnte Leserichtung beibehalten können. Sonst stolpert unser Hirn kurz bevor die Augen in die andere Richtung schauen.

Was muss beim Fotoshooting beachtet werden

Du hast es beim Lesen sicher schon gemerkt: Fotos, die wir als Blickfang und zur Steuerung unserer Besucher auf der Website verwenden, müssen vielen Anforderungen genügen.

Damit wirklich alles stimmt und die Fotos optimal eingesetzt werden können, muss bereits beim Fotoshooting einiges beachtet werden.

Das Format

Gerade das Format macht sehr oft Probleme. Denn die Bilder im Kopfbereich sind sehr lang und schmal. Zumindest dann, wenn das Foto nicht bildschirmfüllend verwendet wird.

Ich bin kein Freund dieser bildschirmfüllenden Bilder, denn ich finde es wichtig, dass auf den ersten Blick auch noch Text zu erkennen ist. Das zeigt auch Menschen, die nicht gewohnt sind am PC zu arbeiten, dass es unten weitergeht und sie scrollen können.

Das mag jetzt vielen unverständlich sein, aber ich habe schon mehrfach erlebt, dass Testpersonen nicht gescrollt haben, wenn ein Bild den ganzen (sichtbaren) Bildschirm ausgefüllt hat.

Hier ein Bild das verdeutlicht wie das Format sein sollte:

Shettyherde

Wo brauche ich welche Fotos?

Wenn du ein Fotoshooting abmachst, lohnt es sich im Vorfeld eine Checkliste anzulegen. Damit stellst du sicher, dass du an alle Fotos denkst.

Schau dir deine Website an und notiere dir wo du was für ein Foto möchtest.

  • Soll das Foto seitlich aufgenommen werden?
  • Willst du direkt in die Kamera schauen?
  • Welches Tier oder welcher Business-Gegenstand soll mit dir auch auf dem Foto sein?
  • Welcher Hintergrund? Welche Farbe soll der Hintergrund haben, dass er zur Website passt?
  • Was für Outfits brauchst du?
  • Welche Bildsprache willst du mit den Fotos vermitteln?

Wenn du so vorbereitet bist, ist es für den Fotografen einfacher passende und gute Fotos für dich zu machen. Dann hast du auf der Website eine stimmige Bildsprache. Mehr zur Bildsprache erfährst du im nächsten Artikel von der Brand Identity Designerin Tanja Hersche.

Jetzt bin ich gespannt, wie sind die Bilder auf deiner Website entstanden? Bist du mit ihnen zufrieden?

Claudia Barfuss - Website-Mentorin

Über mich

Ich helfe dir, wenn du eine Website willst, die du begeistert zeigst, weil sie DICH zeigt.Gemeinsam erarbeiten wir ein klares Konzept für deine Website und ich unterstütze dich dabei, deine Website ganz entspannt umzusetzen.

Claudia Barfuss

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    1. Hallo David
      Mir war gar nicht bewusst wie viel, Websites und Flipcharts miteinander zu tun haben. Aber eigentlich logisch, denn in beiden Fällen soll auf wenig Raum viel vermittelt werden.
      Ein toller Artikel, habe ich mir gleich abgespeichert. Danke dir dafür.
      Herzliche Grüsse
      Claudia

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