Diesen Januar hat es 1,826,089,359*  Websites im Netz gegeben. Eine unfassbare Zahl. Natürlich ist nur ein Bruchteil davon deutschsprachig. Aber es bedeutet trotzdem, dass deine Website viel Konkurrenz hat.

Wenn deine Website sich da behaupten soll, darfst du diese 10 Fehler nicht machen.

Unübersichtliche Homepage

Du kennst diese chaotischen Websites, wo du nicht weisst, wo du klicken sollst. Der ganze Bildschirm ist mit Text und Bildern vollgestopft. Auch wenn du scrollst, wird es nicht besser.

Während du darauf starrst und dich fragst, was du nun machen sollst, wirst du frustriert. Entweder kämpfst du dich durch oder du klickst schnell wieder weg.

Auf jeden Fall hinterlässt die Website bei dir ein ungutes Gefühl und du fragst dich, wie professionell so jemand sein kann.

So geht’s besser: Die Besucher, die auf deine Website klicken, sehen sofort, wer du bist und was du für wen anbietest. Es entsteht ein professioneller Eindruck von dir.

Komplizierte Menüstruktur (Navigation)

Es gibt viele umfangreiche und komplexe Menüstrukturen auf Websites. Besucher wissen nicht, wie sie die Kontaktmöglichkeit finden oder ein bestimmtes Angebot.

Alles ist ineinander verschachtelt und erst nach drei oder vier Klicks zu erreichen.

Oder es braucht detektivisches Können, um herauszufinden, was sich hinter einem bestimmten Menüpunkt verbirgt.

Echt nervig und beim Besucher entstehen viele Fragezeichen im Kopf.

  • Wo finde ich nur…?
  • Was soll dieser Begriff bedeuten …?
  • Wo soll ich anfangen?

So geht’s besser: Die Menüstruktur ist übersichtlich und klar. Du verwendest allgemeinverständliche Begriffe, um die Punkte zu benennen.

Versteckte Kontaktmöglichkeit

Wie oft habe ich schon verzweifelt nach einer Möglichkeit gesucht, um mit dem Betreiber der Website in Kontakt zu treten. Allerdings nur, wenn es mir wirklich wichtig war. Wenn ich Glück hatte, wurde ich im Impressum fündig.

Das nenne ich eine vergeudete Chance. Da hat das Angebot mich überzeugt, ich wollte in Kontakt treten und dann diese frustrierende Suche!

So geht’s besser: Gib deinen Besuchern auf jeder Seite die Möglichkeit rasch und unkompliziert mit dir in Kontakt zu treten.

Nichtssagende Texte

Unpersönliche Texte, die auch auf einer anderen Website stehen könnten, sind ein weiterer Fehler, den ich oft sehe. Wie schade, denn wie soll ein Besucher so herausfinden können, ob die Zusammenarbeit funktionieren könnte?

So geht es besser:  Die Texte sollen nach dir klingen. Frage dich, ob ein Freund, der deine Website gelesen hat, ausrufen würde: «Ja, genauso redest du auch, das bist ganz du!».

Eine Textwüste

Wenn du auf einer Internetseite einen endlosen Text ohne Abschnitte und Abwechslung siehst, liest du ihn dann oder löscht es dir gleich ab?

Während in einem Buch so ein Text allenfalls noch gelesen wird, ist es im Netz nicht der Fall. Hier neigen wir ohnehin dazu ihn nur zu überfliegen.

Das Auge benötigt also Anker, um immer wieder hängenzubleiben und die Wörter zu lesen.

So geht es besser: Du zerlegst den Text in kleine Häppchen. Damit strukturierst du ihn ein wenig. Wenn du jetzt noch Unterüberschriften und Listen nutzt, dann lädt dein Text zum Lesen ein.

Bilder - Weil es hübscher aussieht

Ich liebe schöne Bilder und hübsche Grafiken. Und ich sehe sie öfter als mir lieb ist ohne Zusammenhang zum Text auf einer Website.

Auf einer Website haben Bilder eine klare Aufgabe: Sie sollen den Text unterstützen.

Sie können helfen zu verstehen, um was es im Text geht. Denn oft können wir etwas mit visueller Hilfe einfacher verstehen und es bleibt besser im Gedächtnis haften.

Aber Bilder, die nur auf die Website gepackt werden, weil es schöner aussieht, bringen nichts. Sie verlangsamen lediglich die Seite. Und kein Besucher wartet gern bis diese (unnützen) Bilder geladen sind.

So geht es besser: Du überlegst dir genau, wie das Bild die Textaussage unterstützen soll. Nach diesen Kriterien werden sie ausgesucht.

Riesige Bilder

Wenn eine Website langsam lädt, sind sehr oft die Bilder schuld. Wie du selbst weisst, ist es langweilig auf eine Website zu warten und frisst deine kostbare Zeit.

Wenn Bilder direkt vom Handy oder Fotoapparat auf die Website geladen werden, dann sind sie viel zu gross! Dadurch verlangsamen sie die Website enorm.

So geht es besser: Du schneidest die Bilder auf die Grösse zu, in der sie auf der Website gebraucht werden. Danach komprimierst du sie, damit sie möglichst «klein» sind und wenig Ladezeit benötigen.

Wer steht hinter der Website?

Du findest ein spannendes Angebot im Netz und möchtest nun wissen, mit wem du es zu tun hast. Aber Fehlanzeige. Nicht einmal unter dem Menüpunkt «Über mich» findest du ein Foto.
Dort steht lediglich eine Art Lebenslauf, indem alle beruflichen Stationen aufgezeigt werden. Zum Gähnen!

Wir haben auf einer Website nur eine Möglichkeit das Vertrauen der Besucher zu gewinnen: Sie müssen uns kennenlernen können.

So geht es besser: Schon auf der Startseite kann man ein Foto von dir sehen und auf jeden Fall auf der Über mich-Seite. Dort steht auch kein langweiliger Lebenslauf. Du überlegst dir, was die Website-Besucher von dir wissen müssen, um dir ihr Vertrauen zu schenken.

Zuletzt aktualisiert am 11.02.2000

Es gibt Websites, denen man (fast) nicht ansieht, dass sie in die Jahre gekommen sind. Gut, das Design wirkt veraltet, aber das ist nicht soooo tragisch. Wenn aber der Menüpunkt «Aktuelles» zu sehen ist und der letzte Eintrag ist etliche Jahre her, dann macht das keinen guten Eindruck.

Man fragt sich augenblicklich, ob die anderen Inhalte noch aktuell sind. Ob man sich darauf verlassen kann. Das macht nicht nur auf Besucher einen schlechten Eindruck, auch Suchmaschinen mögen das nicht besonders.

So geht es besser: Wenn es nicht regelmässig Neuigkeiten zu berichten gibt oder neue Blogartikel hinzukommen, lass die Rubrik weg. Oder lösche sie.

Verschlüsselung? Fehlanzeige

Sicherheit wird von Nutzern und den Suchmaschinen grossgeschrieben. Eine Website, die heute noch über http statt https (das «s» steht für Sicherheit) aufgerufen wird, wird abgestraft.

Sie wird sogar von den Browsern als «unsicher» gebrandmarkt. Ausserdem verstösst sie gegen geltendes Datenschutzrecht.

So geht’s besser: Stelle deine Website (wenn das noch immer nicht gemacht ist) auf https um. Es gibt bei den meisten Hostern kostenlose Zertifikate.

*(Quelle https://www.websiterating.com/de/research/internet-statistics-facts/)

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  1. Liebe Claudia,
    klingt plausibel!
    Bitte schaue auf meine Website und übe Kritik per E-Mail.
    Wie immer diese ausfällt, ist mir das ein angemessenes Beraterhonorar wert.
    Herzliche Grüße
    Karl

  2. Vielen Dank für diese Zusammenstellung! Ich finde vor allem den ersten Punkt furchtbar. Wenn mich überall etwas anblinkt oder ich vor lauter Werbung und Bildern den Inhalt nicht mehr finde, bin ich sofort weg.

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